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Bosch Energy and Building Solutions Deutschland
Energieeffizienz beginnt mit der Planung

„Viele Kunden wollen CO₂-neutral werden und vertrauen dabei auf unsere Expertise“

Bosch-Mitarbeiterin Sabrina Ruis

Sabrina Ruis wollte immer einen Beruf, der ihr Freude bereitet. Heute ist sie Technikerin für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik bei Bosch Energy and Building Solutions. Damit ist die Bosch-Mitarbeiterin genau da, wo sie hingehört. Denn sie übt einen Beruf aus, der ihr liegt – und den sie beherrscht.

Was haben Fußball und eine Heizungs- oder Lüftungsanlage gemeinsam? Eine Menge. Wenn der Torwart seine Hinterleute beim Freistoß nicht in die richtige Position stellt, wird es gefährlich. Denn ohne Plan ist Verteidigen fast unmöglich. Auch bei Projekten im Anlagenbau gibt es eine klare Zuordnung und ein erprobtes Verständnis zwischen Vertrieb, Entwicklung und der Umsetzung. So gesehen existieren für die ehemalige Torhüterin Sabrina Ruis, Technikerin für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik bei Bosch Energy and Building Solutions in Stuttgart, viele Parallelen zwischen Mannschaftssport und Teamarbeit im Job.

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Wie die Themen Nachhaltigkeit und Energie den Job-Alltag von Bosch-Technikerin Sabrina Ruis prägen

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Sabrina Ruis, Vorreiterin und Technikerin für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik bei Bosch Energy and Building Solutions

Herausforderungen als Motivation

Bosch-Mitarbeiterin Sabrina Ruis mit einem Fußball in der Hand

Sabrina Ruis sticht in ihrem Zwölferteam in Stuttgart heraus. Sie ist derzeit die einzige Frau. Sowohl beruflich als auch privat hat Sabrina Ruis schon immer gemacht, worauf sie Lust hat. 20 Jahre lang spielte sie Fußball, sie radelt schon mal in der Gruppe von Stuttgart nach Berlin, springt mit dem Fallschirm aus dem Flugzeug oder besteigt mit ihrem Freund die Zugspitze. „Ich mag Herausforderungen. Das motiviert mich ungemein.“ Die Herausforderung sucht sie auch im Beruf. Ihr kommt entgegen, dass im Job jeder Tag anders ist. Es kann vorkommen, dass eine eigentlich durchgeplante Anlage kurzfristig nochmals geändert werden muss, weil der Kunde weitere Anforderungen hat. „Das bedeutet dann schon mal, dass ich alles neu berechnen muss“, erklärt Sabrina Ruis in ihrer ruhigen Art. Es scheint sie nicht zu strapazieren, dass sie dieses Umplanen mehrere Wochen beschäftigen wird.

Ich möchte mich immer weiterbilden. Das ist ein Gewinn für mich und auch fürs gesamte Projekt.

Sabrina Ruis
Sabrina Ruis auf der Treppe in der Energieversorgungszentrale im Headquarter Bosch Power Tools in Leinfelden-Echterdingen
Im Headquarter von Bosch Power Tools in Leinfelden-Echterdingen plante Sabrina Ruis zusammen mit dem Team in der Energieversorgungszentrale ein neues Speicher- und Verteilzentrum für die Wärmeversorgung des Standortes.
Sabrina Ruis bei der Arbeit im Büro an zwei Computer-Bildschirmen.
Wenn die Technikerin mit der CAD-Software Pläne am Rechner zeichnet, hat sie neben dem Blick für die Details auch den Überblick über das ganze Projekt.
Sabrina Ruis misst in der Energieversorgungszentrale mit dem Meterstab den Abstand der Rohrachsen.
Sabrina Ruis misst in der Energieversorgungszentrale mit dem Meterstab den Abstand der Rohrachsen.
Sabrina Ruis misst in der Energieversorgungszentrale mit dem Meterstab den Abstand der Rohrachsen.
Prüfcheck mit dem Lasermessgerät: Passt die Höhe des Rohres?
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Über Praktika zum Traumjob gefunden

Der Weg zur Technikerin war für Sabrina Ruis alles andere als vorgezeichnet. Als Schülerin machte sie diverse Praktika, um zu sehen, was ihr liegt. Sie war im Krankenhaus, im Hotel und schließlich bei einem Büro, das technische Zeichnungen fertigt. „Da wusste ich, das möchte ich machen. Ich habe immer schon gerne gezeichnet und ich bin sehr gründlich. Räumliches Denken fällt mir auch leicht, es passte alles zusammen“, erzählt sie. Nach der Fachhochschulreife folgte eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin bei einem Unternehmen für Luft- und Klimatechnik, bei dem sie auch Einblicke erhielt, wie die Arbeit in der Werkstatt abläuft. Es folgte eine weitere Ausbildung zur Technikerin für Heizung, Lüftung und Klimatechnik. Seit 2016 ist sie bei Bosch und zeichnet dort mit Hilfe der entsprechenden CAD-Software Pläne am Rechner, platziert die Anlagen im Grundriss, markiert, wie die Rohre zu verlaufen haben und wo die Anschlüsse zu setzen sind. Dabei geht es um komplexe Anlagen wie beispielsweise ein gesamtheitliches Projekt von einem Blockheizkraftwerk (BHKW) mit allen dazugehörigen gebäudetechnischen Gewerken.

Der Teamgeist ist ausschlaggebend für den Planungserfolg

Sabrina Ruis ist Teil des Planungsteams im Bereich Energieeffizienz. Jeder schätzt die Kompetenzen des anderen, jeder weiß, dass es nur im Team geht, solche Projekte reibungslos umzusetzen. Es ist ein Miteinander. „Oft begleite ich den Planer, wenn er sich vor Ort einen Überblick verschafft. Er legt dann die Grundlagen für die technische Einbindung des BHKW am zukünftigen Aufstellungsort aus und ich übernehme die Detailplanung. Dabei stoße ich auf mögliche Hindernisse. Zum Beispiel, dass ein Ventilator für eine Zu- oder Abluftanlage nicht am vorgesehenen Ort angebracht werden kann, weil eine Stütze im Weg ist oder dass Medienrohre im Bestand andere Größen haben.“ Die Technikerin hat also durch ihre Arbeit am Detail den Überblick. Mit dem Building Information Modeling (BIM) zur Prozessdigitalisierung hat sich Sabrina Ruis eine neue Herausforderung gesucht, in die sie sich mit Ausdauer hineinarbeitet. BIM ist die Basis für eine kostengünstige und effektive Planung und die Umsetzung der Projekte, denn über BIM werden alle am Projekt Beteiligten zentral koordiniert und können darüber kommunizieren und zusammenarbeiten. Die Zukunft eben.

Bosch-Mitarbeiterin Sabrina Ruis bei der Planungsarbeit auf zwei Monitoren

Klimaschutz fängt bei jedem selbst an

Bosch-Mitarbeiterin Sabrina Ruis fährt Fahrrad in der Natur

Aber Sabrina Ruis sitzt nicht nur im Büro, sie betreut auch eigene Projekte und führt energetische Inspektionen von Klima- und Lüftungsanlagen beim Kunden vor Ort durch. Sie prüft und spielt Ideen ans Team zurück, wie die Effizienz der Anlage gesteigert werden könnte. „Wenn beispielsweise der elektrische Antrieb eines Ventilators ersetzt wird, kann das enorm Strom einsparen. Das ist dann ein technischer Sprung vergleichbar mit dem von der Glühlampe zur LED-Leuchte.“ Manchmal ist die Anlage so alt, dass das technisch und wirtschaftlich sinnvoller ist, sie komplett auszutauschen.

„Viele Kunden sind sehr interessiert daran, CO₂-neutral zu werden und vertrauen dabei auf unsere Expertise. Hierbei unterstützen wir die Kunden auch bei der Wärmeerzeugung, weg von fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas, hin zu CO₂-neutraler Wärmegewinnung zum Beispiel durch Wärmepumpen mit Strom aus erneuerbaren Energien. Wir aus dem Umsetzungsteam gehen dann mit den Entwicklern zum Kunden und prüfen, was man einsparen kann. Daraus werden Maßnahmen entwickelt“, sagt Sabrina Ruis. „Wenn Bosch den Auftrag zur Umsetzung erhält, setzen wir die Planung um.“ Sabrina Ruis ist es auch deshalb wichtig, sich kontinuierlich fortzubilden, beispielsweise über interne Schulungen. Der Klimaschutz spielt für sie eine wichtige Rolle. Im Großen, wenn es um Energieeffizienz in den Anlagen geht, die sie für Kunden vorbereitet, und natürlich auch im Privaten. Klar, dass sie dabei auch der Familie bei Energiefragen im Eigenheim mit ihrem Wissen zur Seite steht. „Energie und Klima sind für alle wichtig“, sagt Sabrina Ruis, „und jeder kann dafür seinen Beitrag leisten“.