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Bosch Energy and Building Solutions Deutschland
Behördenzentrum Frankfurt

So spart das Behördenzentrum Frankfurt Energie und schützt das Klima

Energieeffizienz, die unter dem Strich nichts kostet – mit Energieeinspar-Contracting kann das Behördenzentrum Frankfurt am Main seine Klimaziele erreichen

Außenansicht Gebäude Behördenzentrum Frankfurt
Können sich Kommunen Energieeffizienz leisten?

JA.

Durch eine garantierte Einsparung über viele Jahre.

Durch die umfassende Modernisierung der Gebäudeleittechnik und der Energieversorgung mit garantierter Reduktion von Energiekosten und langfristiger Betriebsführung wird im Behördenzentrum Frankfurt so viel Energie eingespart, dass sich damit die Millionen-Ausgaben selbst finanzieren.

Das Innenleben des Gebäudes kennen

Icon skyscraper

140 000 m² Bürofläche

erstrecken sich über das historische Kasernengelände und weitere neue Gebäude

Icon people

2 000 Beschäftigte

arbeiten in den Finanzämtern und Gerichtsgebäuden auf dem weitläufigen Gelände

Icon cash-frame

32 % Energiekosten­reduktion

konnten durch Modernisierungen und weitere Effizienzmaßnahmen erzielt werden

Man könnte Steven Heberle vermutlich die Augen verbinden, in einem x-beliebigen Flur des Behördenzentrums Frankfurt absetzen – er würde sich zurechtfinden. Dabei ist das Gebäudeareal im Frankfurter Zentrum weitläufig und ziemlich verzweigt. Es besteht aus der ehemaligen Gutleutkaserne von 1879 und mehreren Bürobauten von 1993 und 1994. Darunter der langgestreckte, neungeschossige Kamm mit fünf bunten Hüten auf den Dächern, daran angeschlossen ein elfgeschossiges Gebäude im gleichen Stil sowie zwei weitere Fünfgeschosser.

Im Behördenzentrum kommt viel Bürofläche zusammen – insgesamt 140 000 Quadratmeter. Steven Heberle dürfte sie in den zurückliegenden drei Jahren wohl alle irgendwann einmal abgeschritten sein. Steven Heberle ist Projektleiter bei Bosch Energy and Building Solutions und für die umfassende Modernisierung der Energietechnik im Behördenzentrum verantwortlich. „Ich kenne hier jeden Technikraum“, erzählt er und man würde ihm auch abnehmen, wenn er sagte, er kenne jeden Lichtschalter beim Vornamen. Denn Heberle, mit erst 31 Jahren hat er bereits zwölf Jahre Bosch-Erfahrung, befasst sich mit allen Details der Gebäudeleittechnik in diesem Behördenzentrum und spielt permanent Ideen durch, wie die Energieeffizienz weiter optimiert werden könnte.

Bosch Energy and Building Solutions bekam 2018 vom Land Hessen den Zuschlag, die Gebäudeleittechnik so zu erneuern, dass das Zentrum nicht nur weniger Energie verbraucht, sondern sich die Investitionen aus den Einsparungen der Energiekosten über die Vertragslaufzeit von zehn Jahren refinanzieren. Basis dafür ist ein Energieeinspar-Contracting (ESC). Das ist gerade für Kunden interessant, die ohne öffentliche Subventionen auskommen müssen, wie beispielsweise Behörden oder Kommunen. Denn sie können so anspruchsvolle energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen durchführen, ohne dafür eigene finanzielle Mittel bereitstellen zu müssen. Für seine Dienstleistungen und die Investitionen erhält Bosch einen Teil der Einsparungen und refinanziert damit den internen Aufwand.

Auch Gebäude sind vergesslich – auf der Suche nach blinden Flecken

Luftbild Gebäude Behördenzentrum Frankfurt
Im Behördenzentrum sind unter anderem die Finanzämter I-V, das Landesarbeitsgericht Hessen und das Arbeitsgericht Frankfurt angesiedelt.

Im Rahmen des Energieeinspar-Contracting werden komplexe technische Lösungen maßgeschneidert geplant, installiert und betreut. Analysen decken auf, in welchen Bereichen schnell viel Energie eingespart werden kann. Dann werden die einzelnen Gewerke unter die Lupe genommen, Daten ausgewertet, Prozesse hinterfragt. Oft hilft der frische Blick von außen entscheidend weiter. „In Frankfurt stellten wir fest, dass Lüftungsanlagen teils 24 Stunden liefen, da irgendjemand irgendwann einmal den Schalter entsprechend umgelegt hat.“ Und das geriet dann wohl einfach in Vergessenheit. „Die Kunden haben meist nicht die Kapazitäten, sich um solche Details zu kümmern. Wir schauen anders darauf, hinterfragen Prozesse und überlegen, was verbessert werden kann.“

Modernisierung der Energietechnik im laufenden Betrieb

„Wir erneuerten die Infrastruktur, weil sie weitgehend aus den 1990er Jahren stammte“, so Steven Heberle weiter. „Für die alte Steuerung gab es nicht einmal mehr Ersatzteile. Jetzt gibt es eine neue, zentrale gesteuerte Gebäudeleittechnik.“ Diese erhält ihre Informationen über 2 500 Datenpunkte, die relevant für die Analysen sind. Das können Stromzähler sein, Brandschutzklappen oder Ventilstellungen. „Theoretisch könnte man hier bis auf den letzten Lichtschalter gehen, aber das kostet. Deshalb wägen wir mit den Kunden ab, wie viele dieser Datenpunkte zur vernünftigen Steuerung notwendig sind.“ Hinzu kam der Austausch von 8 500 Leuchtstoffröhren durch LED-Retrofit-Tubes in den Büros und weitere 1 000 Leuchten in Fluren und Besprechungsräumen. LED-Strahler ersetzen 47 HQI-Strahler, die bis dahin 24 Stunden auf „on“ standen. Nun werden sie bedarfsgerecht an- und ausgeschaltet. Zehn Lüftungsanlagen wurden durch den Einbau von EC-Ventilatoren und CO₂-Sensoren für eine bedarfsgeregelte Zufuhr von Frischluft optimiert und über 50 Heizungspumpen teils mit 400 Volt-Anschlüssen ausgetauscht. Es gibt erstmals flächendeckend Wärmemengenzähler, um regeln und messen zu können, wo wie viel Fernwärme verbraucht wird. Die Umsetzung fand bei laufendem Betrieb statt und dauerte eineinhalb Jahre.

Daten für mehr Energieeffizienz: Alle 15 Minuten werden 2 500 energierelevante Datenpunkte automatisch ausgewertet

Über die Energy Platform von Bosch werden alle Energieverbräuche kontinuierlich überwacht und ausgewertet. Alle 15 Minuten ruft die Plattform Informationen über die 2 500 Datenpunkte ab. „Wir können so auslesen, wo die Energie benötigt wird und erkennen sofort, wenn es ungewöhnliche Spitzen gibt“, erklärt Steven Heberle. Das Bosch Team und das Facility Management Team der Auftraggebenden, sind im steten Austausch. Um die Details kümmert sich Bosch. „Unser Vorteil sind die kurzen Wege. Ich kenne die Programmierer im Team und muss nicht erst über eine Service-Hotline gehen, wenn eine neue Schnittstelle mit der Gebäudeleittechnik ergänzt werden muss“, freut sich Steven Heberle. Er ist ein Pragmatiker, das spürt man. Gelernter Elektroniker für Automatisierungstechnik, der selbst in Homburg im Bosch-Werk gearbeitet hat, dann Wirtschaftsingenieurwesen für Energie- und Elektrotechnik studierte. „Ich will immer das Beste aus den Möglichkeiten herausholen.“ Und wenn’s gelingt, sind alle glücklich.

Projektleiter Steven Heberle
Projektleiter Steven Heberle ist überzeugt: Einspar-Contracting ist eine gute Lösung für viele Gebäudeeigentümer.
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