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Bosch Energy and Building Solutions Deutschland

Smart Building Know-how

Erweitern Sie Ihr Wissen rund ums Smart Building. Neue Technologien werfen immer viele Fragen auf. Wir geben Antworten auf die Kernfragen und erklären die wichtigsten Begriffe der digitalen Gebäudetechnik.

FAQs

Was ist ein Smart Building?

Als Smart Building (engl.: intelligentes Gebäude) werden Gebäude bezeichnet, die mit einer intelligenten Gebäudetechnik sowie Gebäudeautomation ausgestattet sind. Ein Gebäude wird smart, wenn die Verknüpfung der einzelnen Gebäudetechnik-Komponenten in einem Netzwerk ermöglicht wird, sowie die gewerkeübergreifende Kommunikation bzw. ein Austausch von Daten stattfindet. Damit unterscheidet sich ein Smart Building grundsätzlich von Gebäuden, die mit autark funktionierenden Gebäudetechnik-Geräten ausgestattet sind. Smart-Building-Systeme wurden entwickelt, um durch zentralisierte Abstimmung der einzelnen Geräte Energie zu sparen.

Was ist der Unterschied zwischen Smart Home und Smart Building?

Der Begriff „Smart Home“ bezeichnet die Digitalisierung der eigenen vier Wände und bezieht sich ausschließlich auf die gebäudetechnische Ausstattung im privaten Wohnraum. Bei Wohnhäusern regelt die intelligente Gebäudeautomation klassische Funktionen wie Licht, Verschattung und Heizung, aber auch Komponenten wie Multimedia, Haushalt, Komfort und Sicherheitstechnik.

Der Begriff „Smart Building“ bezieht sich auf Zweckgebäude oder Nicht-Wohngebäude wie Bürokomplexe, Flughäfen, Einkaufszentren, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen oder Industrieanlagen. Diese Gebäude lösen Kernthemen wie Brandschutz, Sicherheitstechnik und Energieverbrauch durch automatisierte und intelligente Gebäudetechnik. Diese Vernetzung der Gebäudetechnik-Komponenten dient der Optimierung des Gebäudebetriebs und spart Kosten und Emissionen ein.

Wie funktionieren Smart Buildings?

Die Basis von automatisierten Gebäuden ist das Sammeln, Analysieren, Bewerten und der Austausch von erhobenen Daten im Gebäude sowie deren zentrale Steuerung. Über im Gebäude platzierte Sensoren können z.B. Raumtemperatur, Personenanzahl und Luftqualität gemessen und an eine zentrale Steuereinheit kommuniziert werden. Dort werden die Daten interpretiert und im Anschluss über Aktoren zu Handlungen oder Befehlen verarbeitet, die passende Maßnahmen auslösen und z.B. die Temperatur senken, die Frischluftzufuhr erhöhen.

Wieso spielen Smart Buildings künftig für die Immobilienwirtschaft eine große Rolle?

Der Megatrend der Digitalisierung hat auch Auswirkungen auf die Gebäudewirtschaft und treibt die Entwicklung der Smart Buildings immer mehr voran. Laut einer Prognose des Zukunftsinstitut Deutschland werden bereits 2040 fast alle Gebäude automatisiert sein und über innovative Gebäudesteuerungen verfügen. Mit Blick auf die Entwicklungen im technologischen und ökologischen Bereich ist es naheliegend, dass neue Möglichkeiten den Gebäudebetrieb positiv beeinflussen werden. Smart Buildings haben dadurch eine hohe Attraktivität für deren Betreiber, aber auch den Wünschen der Nutzer nach einem ressourcenschonenden und komfortablen Umfeld kann durch intelligente Gebäude Rechnung getragen werden.

Was sind die Vorteile von Smart Buildings?

Smart Buildings punkten gleich mehrfach: Sie können Ressourcen effektiver nutzen, schonen und einsparen. Sie sorgen mit vernetzten Systemen für mehr Sicherheit und effiziente Bewirtschaftungsprozesse, bei denen vorausschauend gearbeitet und geplant werden kann. Zudem erhöhen intelligente Gebäude den Komfort – und damit auch die Attraktivität – für ihre Nutzer und bieten großes Potenzial, Arbeitswelten neu und hochmodern zu gestalten.

Worin bestehen die Herausforderungen bei der Planung von Smart Buildings?

Neben den vielen positiven Aspekten, die ein Smart Building mit sich bringt, gilt es auch, einigen Herausforderungen zu begegnen: Aus technischer Sicht müssen häufig verschiedene Systeme miteinander verbunden werden, damit der Datenaustausch gewährleistet ist. Zur Planung, Betreuung und Auswertung der Daten braucht es versiertes Fachpersonal, das die verschiedenen Ebenen der digitalen Gebäudetechnik beherrscht. Zudem sind auch die Investitionskosten in die neuen Technologien zu berücksichtigen und die Tatsache, dass die Bedürfnisse und technische Affinität der Nutzer stark variieren können.

Lassen sich Bestandsgebäude in Smart Buildings verwandeln?

Es ist logischerweise einfacher, für einen Neubau gleich von Anfang an alles auf Smart-Building-Technologien auszurichten. Dort ist die Digitalisierung einfacher umzusetzen: keine Mieter, keine vorhandenen Leitungen und keine bestehenden Kabelschächte. Aber auch Bestandsgebäude können in Sachen Digitalisierung schnell nachziehen. Der Weg zum Smart Building beginnt dort mit der umfassenden Vernetzung bestehender Geräte und Nutzern, sowie der Auswertung der generierten Daten. Wird dann eine intelligente Plattform mit zentraler Steuerung implementiert, ist ein großer Schritt auf dem Weg zum autonomen Gebäude gemacht. Mit intelligenten Heizungs- und Beleuchtungsanlagen oder Brandmeldevorrichtungen wird nicht nur sinnvoll modernisiert, sondern auch die technische Lebensdauer des Gebäudes verlängert.

Lexikon

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A

AI (Artificial Intelligence)
Siehe KI (Künstliche Intelligenz)

AIoT
Die Kombination aus Vernetzung (IoT – Internet der Dinge) und künstlicher Intelligenz (AI)

Aktoren
Aktoren sind antriebstechnische Baueinheiten. Sie erhalten ein elektrisches Signal, das sie entweder in eine mechanische Bewegung umsetzen oder damit eine physikalische Größe wie die Temperatur verändern. Ein Aktor greift also aktiv in einen laufenden Prozess ein und steuert diesen.

Algorithmus
Systematische, logische Regel oder Vorgehensweise, die zur Lösung eines vorliegenden Problems führt, bspw. eine Rechenvorschrift, eine Verordnung oder ein Vertrag. In besonders weit entwickelter Form gehören dazu auch neuronale Netze, die (maschinelles) Lernen ermöglichen.

AA (Anlagenautomation)
Automation zum energieeffizienten, wirtschaftlichen und sicheren Betrieb von Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung.

Automationsebene
Eine der vier funktionalen Ebenen in der Gebäudeautomation. Sie ist das intelligente Bindeglied zwischen der Feldebene und der Managementebene.

Automationseinrichtung
Hardware und Software mit Parametrier- und/oder Programmiermöglichkeiten für die Realisierung der Gebäudeautomationsfunktionen in der Raum- und Anlagenautomation.

ASP (Automationsschwerpunkt)
Räumliche Zusammenfassung der Automationseinrichtungen und Baugruppen

B

BACnet
BACnet ist die Abkürzung für Building Automation and Control Networks und bezeichnet ein standardisiertes Netzwerkprotokoll für die Gebäudeautomation. Es wurde 1987 entwickelt und ist seit 2003 ISO-Norm. BACnet gewährleistet den Austausch zwischen Geräten verschiedener Hersteller.

BAS (Building Automation System)
Englische Bezeichnung für Gebäudeautomation

(BAE) Bedien- und Anzeigeeinrichtung
Teil des Gebäudeautomationssystems, der die Mensch-Maschine-Schnittstelle zur Raumautomation oder zur Anlagenautomation oder zum Gebäudeautomations-Management technisch und funktional realisiert.

Bestandsgebäude
Als Bestandsgebäude oder Bestand bezeichnet man bereits bestehende Teile eines Bauwerks oder ganze Gebäudekomplexe. Bei Bauvorhaben, die bestehende Gebäudeteile einschließen, kann zwischen Neubau und Bestand unterschieden werden.

BI (Business Intelligence)
Systematische Sammlung, Auswertung und Visualisierung von Unternehmens- und Kundendaten zur Entscheidungsfindung und verbesserten Erreichung von Geschäftszielen.

Big Data
Big Data bezeichnet Datenmengen, die für die herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung zu groß, zu komplex, zu schnelllebig oder zu schwach strukturiert sind. Wird häufig als Sammelbegriff für digitale Technologien verwendet, die sich mit der Auswertung großer Datenmengen beschäftigen.

BIM (Building Information Modeling)
Eine Methode zur Planung, Errichtung und Bewirtschaftung von Bauwerken mit Hilfe digitalisierter Bauwerksinformationen. Über das Building Information Modeling (BIM) werden alle Daten der unterschiedlichen Disziplinen auf einer gemeinsamen Plattform verknüpft. Hieraus entsteht eine digitale Darstellung des Objekts: ein Gebäudemodell in 3D-Geometrie für eine möglichst realitätsnahe Objektvisualisierung, in 5D mit weiteren Faktoren wie Zeit und Kosten. Alle Beteiligten können gemeinsam an diesem virtuellen Gebäude arbeiten. Erfüllt es alle Erwartungen und Spezifikationen, startet der reale Bauprozess.

BAP (BIM-Abwicklungsplan)
Der BIM-Abwicklungsplan ist ein projektbezogenes Dokument, das die Grundlage einer BIM-basierten Zusammenarbeit strategisch beschreibt. Er legt die organisatorischen Strukturen und die Verantwortlichkeiten fest, definiert die Prozesse sowie Austauschanforderungen der einzelnen Beteiligten und formuliert so neben dem üblichen Leistungsumfang die Aufgaben der einzelnen Planungsbeteiligten.

C

Condition Monitoring
BACnet ist die Abkürzung für Building Automation and Control Networks und bezeichnet ein standardisiertes Netzwerkprotokoll für die Gebäudeautomation. Es wurde 1987 entwickelt und ist seit 2003 ISO-Norm. BACnet gewährleistet den Austausch zwischen Geräten verschiedener Hersteller.

Closed BIM / Open BIM
Der Begriff Closed BIM bezeichnet die Nutzung einer geschlossenen, d.h. einheitlichen Softwarelandschaft. Zwischen den Produkten werden Daten über eine proprietäre Schnittstelle ausgetauscht. Closed BIM birgt den Nachteil, dass die Softwarepalette stark eingeschränkt wird. Nur die Produkte, die mit den übrigen Programmen kompatibel sind, können verwendet werden.
Open BIM steht demgegenüber für produktunabhängiges Arbeiten. Das übliche Datenaustauschformat ist IFC. Dieses soll den Informationsaustausch zwischen beliebigen Programmen ermöglichen.

Cloud (Cloud Computing)
Speichern von Daten in einem räumlich entfernten Rechenzentrum, aber auch die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind.

D

Dashboard
Ist eine Oberfläche für den Benutzer, die wesentliche Informationen zusammenfasst und in attraktiver Form darstellt. Das Dashboard stellt die ausgewählten Gebäudedaten unabhängig vom Hersteller der Management- und Bedieneinrichtung (MBE) übersichtlich und auf einen Blick dar.

Data Mining
Unter Data Mining versteht man die Anwendung von Methoden und Algorithmen im Prozess der Datenermittlung, bei dem Daten aus verschiedenen Perspektiven analysiert und in nützliche Informationen zusammengefasst werden.

Datenpunkt
Physikalische (reale) Datenpunkte beziehen sich auf einen digitalen oder analogen Eingang oder Ausgang eines vernetzten Gerätes. Virtuelle (fiktive) Datenpunkte sind das Ergebnis einer Funktion, beispielsweise berechnete Werte.

DDC (Direct-Digital-Control)
Eine einem Computer ähnliche Baugruppe, die für Steuerungs- und Regelungsaufgaben im Rahmen der Gebäudeautomation eingesetzt wird.

Deep Learning
Fähigkeit einer Software, aus Eingangsinformationen nicht nur schematisch vorgegebene Schlussfolgerungen zu ziehen, sondern anhand von Beispielen zu erinnern und zu lernen. Eine spezielle Methode der Informationsverarbeitung und eine Methode des maschinellen Lernens, die künstliche neuronale Netze verwendet.

Digitalisierung / Digitale Transformation
Die Digitalisierung beschreibt die Umwandlung von analogen Daten und Werten in digitale Systeme. Die digitale Transformation (auch „digitaler Wandel“) bezeichnet einen fortlaufenden, in digitalen Technologien begründeten Veränderungsprozess, der in wirtschaftlicher Hinsicht speziell Unternehmen betrifft. Als digitale Transformation wird häufig der durch digitale Technologien oder darauf beruhenden Kundenerwartungen ausgelöste Veränderungsprozess innerhalb eines Unternehmens bezeichnet.

Digital Building twin /Digitaler Gebäude-Zwilling
Mit einem Digital Twin wird ein ganzheitliches digitales Abbild des Gebäudes unter Berücksichtigung verschiedener relevanten Aspekte und inklusive aller Technologien, Systeme und Sensoren erzeugt. Dieser digitale Zwilling wird dazu verwendet, um Prozessabläufe mit bestimmten Systemen mit unterschiedlichen Personen zu verbinden.

E

Energiemanagementsystem
Ein Energiemanagementsystem dient der systematischen Erfassung und Kommunikation der Energieströme sowie der automatischen Steuerung von Einrichtungen und Apparaten zur allgemeinen Optimierung und zur Verbesserung der Energieeffizienz eines Gebäudes.

Energieeffizienz
Energieeffizienz beschreibt allgemein das Verhältnis eines bestimmten Nutzens – zum Beispiel die Bereitstellung von Licht oder Wärme – zu dessen Energieeinsatz. Je weniger Energie eingesetzt werden muss, umso energieeffizienter ist ein Produkt oder eine Dienstleistung

F

Feldebene
Die Feldebene ist die Basis jedes Gebäudeautomationssystems. Über Sensoren und Aktoren werden die Daten aller Komponenten, die geregelt und gesteuert werden sollen, erhoben. Über ein Bussystem oder konventionelle Kabel werden diese Informationen übersetzt und an Controller in der Automationsebene weitergegeben.

G

Gateway
Ist der Einstiegspunkt für Geräte in ein Netzwerk, um mit Cloud-Diensten kommunizieren zu können, auch wenn unterschiedliche Protokolle verwendet werden.

Gebäudeautomation
Unter Gebäudeautomation (GA) versteht man die Einrichtung von automatischer Steuerung, Regelung, Überwachung und Optimierung sowie von Bedienung und Management der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA). Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Facility Managements und hat das Ziel, Energiekosten und Betriebskosten einzusparen, Funktionsabläufe automatisch und nach vorgegebenen Einstellwerten (Parametern) durchzuführen, sowie deren Bedienung bzw. Überwachung zu vereinfachen.

GA-Funktion (Gebäudeautomationsfunktion)
Standardisierte Programmeinheit für die Gebäudeautomation, gekennzeichnet durch Eingangs- und Ausgangsgrößen sowie durch Parameter und interne Zustandsgrößen.

GA-Makro (Gebäudeautomations-Makrofunktion)
Eine durch Verknüpfung von Gebäudeautomationsfunktionen entstandene Programmeinheit.

GA-Management (Gebäudeautomationsmanagement)
Teil des Gebäudeautomationssystems, der die Aufgaben übernimmt, die zur Informationsverarbeitung für das Management erforderlich sind.

GA-System (Gebäudeautomationssystem)
System zur technischen Realisierung der Gebäudeautomation auf Basis der festgelegten Spezifikationen.

GA-Systemintegration
Automationstechnische Vernetzung einzelner technischer Teilsysteme und deren funktionsgerechte Einbindung in ein GA-System.

GA-Systemnetzwerk
Netzwerk für den erforderlichen Austausch von Daten über technische Kommunikationssysteme innerhalb eines GA-Systems und über Datenkommunikationsschnittstellen zu und von anderen Systemen.

Gebäudesicherheit
Die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Gewährleistung beziehungsweise Verbesserung der Sicherheit im Gebäude sowie dem Schutz von Menschen und Werten. Teil der technischen Gebäudeausstattung.

Gebäudelebenszyklus
Der Lebenszyklus eines Gebäudes umfasst drei Phasen, die aus Herstellung, Nutzung und Rückbau einer Immobilie bestehen. Auf der Zeitachse der Lebenszeit waren bislang die Kosten für die Herstellung maßgebend, für die energetische Bilanzierung findet mittlerweile die Nutzungsphase immer mehr Beachtung. Im Sinne einer effizienten Nutzung der Ressourcen gilt es immer mehr, den gesamten Lebenszyklus zu analysieren und in jeder Phase zu optimieren.

Gebäudemanagement
Das Gebäudemanagement ist ein Teilbereich des Facility Managements, das sich mit der Bewirtschaftung und dem Betrieb von bestehenden Gebäuden, Liegenschaften und Anlagen beschäftigt. Es besteht zudem aus den Teilbereichen des technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Gebäudemanagement.

H

HVAC
Ist die englische Abkürzung für Heating, Ventilation, Air Conditioning. Im Deutschen gebräuchlicher ist die Abkürzung HLK für Heizung, Lüftung, Klimatechnik.

HLK / HLKK
Eine HLK-Anlage ist eine Anlage der Versorgungstechnik, die Heizungs, Lüftungs- und Klimatechnik regelt. Die Abkürzung HLKK steht zusätzlich für Kältetechnik. Anlagen dieser Techniken werden unter dem Sammelbegriff HLKK-Anlage zusammengefasst, weil solche Anlagen mehrere dieser Funktionen kombinieren und erfüllen.

I

IFC (Industry Foundation Classes)
IFC ist ein offenes und neutrales Dateiformat zum Datenaustausch von Bauwerksmodelldaten. Es wird vom BuildingSmart e.V. entwickelt und wird vor allem in einem openBIM Ansatz angewendet.

IoT (Internet of Things)
Das Internet der Dinge (IoT) ist ein Sammelbegriff für Technologien einer globalen Infrastruktur der Informationsgesellschaften, die es ermöglicht, physische und virtuelle Objekte miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen.

IoT Profit Cycle
Es dauert oft mehrere Jahre, bis eine Innovation am Markt etabliert ist und Gewinne abwirft. In dieser Phase helfen nicht-finanzielle Kenngrößen bei der Steuerung des Geschäfts. Sie zeigen zeitnah, ob vernetzbare Produkte und die darauf aufbauenden digitalen Services für Kunden attraktiv sind und skalieren. Der IoT Profit Cycle verbindet diese Kenngrößen und zeigt Abhängigkeiten – z.B. den Anteil tatsächlich vernetzter Produkte im Feld, die Zahl der Services von Partnern und die Nutzungshäufigkeit der Services. Er unterstützt damit den Aufbau eines profitablen IoT-Geschäfts.

IT Solution
Ist der IT-spezifische Teil einer (Geschäfts-)Lösung. Er besteht aus einer Reihe von verwandten IT-Produkten (z. B. Software) und IT-Dienstleistungen, die ein IT-Anbieter, Dienstleister oder Value Added Reseller seinem Kunden anbietet. Jede dieser Komponenten kann optional sein und die Gesamtlösung wird individuell zusammengestellt.

IoT Solution
Ist eine IT-Lösung mit besonderem Fokus auf das Internet der Dinge (IoT). Sie besteht aus einer Reihe von IoT-Geräten ("Things"), IoT-Gateways, Cloud- und Enterprise-IT-Diensten sowie IoT-Programmen ("Apps").

IoT Device
Ein IoT-Gerät ("Thing") bezieht sich auf ein virtuelles oder physisches Objekt (z.B. Sensor, Aktor, Smartphone) oder eine Gruppe von Geräten (z. B. Multisensorgeräte), die mit dem Internet verbunden werden können.

IoT Service
Internet of Things (IoT)-Dienstleistungen sind eine Reihe von End-to-End-Diensten, bei denen Unternehmen Verträge mit externen Anbietern abschließen, um IoT-Lösungen zu entwerfen, zu bauen, zu installieren und zu betreiben, einschließlich Beratung bei der IoT-Planung.

K

KI
Akronym für Künstliche Intelligenz. Software (in Kombination mit Hardware), die den (Denk-) Fähigkeiten, dem Lernen und dem Verhalten eines Menschen möglichst nahe kommt. KI erlaubt Maschinen dank hyperintelligenten Algorithmen zu lernen, zu verstehen und dementsprechend zu handeln.

Knowledge-Graph
Mit einem Knowledge Graph (Wissensgraph) können die Möglichkeiten aller gewonnen Daten optimal genutzt werden. Durch diese Technologie werden mithilfe intelligenter Algorithmen die Zusammenhänge und Beziehungen untereinander als digitales Abbild aufgezeigt. Der Knowledge-Graph baut auf Ontologien auf, die es ermöglichen, den Inhalt zu verstehen und zu ergründen.

KNX
KNX ist ein intelligentes Bussystem der Elektroinstallation. Es ermöglicht die Vernetzung aller Komponenten der Haus- und Gebäudesystemtechnik, egal ob die Beleuchtung, die Heizungsanlage oder die Alarmanlage intelligent gesteuert werden sollen. KNX ist ein weltweit anerkannter Standard innerhalb der Gebäudeautomation und ermöglich eine einheitliche intelligente Vernetzung in einem Gebäude.

KNN (Künstliche neuronale Netze)
Künstliche neuronale Netze sind Modelle des maschinellen Lernens, die der Funktionsweise der Neuronen des menschlichen Gehirns nachempfunden sind. Sie bestehen aus in Software realisierten Schichten von Knoten, die als künstliche Neuronen bezeichnet werden. Sie werden zur Verarbeitung und Analyse großer komplexer Datenmengen eingesetzt.

L

LVB (lokale Vorrangbedienung)
Schnittstelle zu Feldgeräten und Komponenten für ein eingeschränktes Betreiben, unabhängig von Automationseinrichtungen, durch vorrangiges Anzeigen, Schalten und / oder Stellen.

Lernende Systeme
Lernende Systeme sind Maschinen, Roboter oder Softwaresysteme, die auf Basis von Daten selbstständig Aufgaben erledigen können, ohne dafür extra programmiert zu werden. Sie setzen sogenannte Lernalgorithmen ein, die Modelle anhand der Daten immer schneller und besser lösen lernen. Dadurch verbessern sie bei jedem Durchlauf das Modell und können im laufenden Betrieb lernen.

M

Managementebene
Als Managementebene wird im Kontext der Gebäudeautomation die Ebene bezeichnet, mit deren Hilfe die Anlagen überwacht und in ihrer Betriebsweise optimiert werden. In der Managementebene kommt spezielle Software, die Gebäudeleittechnik zum Einsatz. Diese hilft auch bei der Visualisierung der erfassten Daten.

MBE (Management- und Bedieneinrichtung)
Teil des Gebäudeautomations-Systems, der das Gebäudeautomationsmanagement technisch und funktional realisiert.

ML (Machine Learning)
Das maschinelle Lernen ist ein Teilbereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Grundprinzip des ML ist, dass Algorithmen in großen Datenmengen automatisiert Muster erkennen. Auf Basis von Trainingsdaten kann das künstliche System nach einer Lernphase Gesetzmäßigkeiten ableiten.

MSR-Technik
Die Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik ist ein technisches und wissenschaftliches Gebiet der Elektrotechnik und stellt einen Bereich der Automatisierungstechnik dar. Im Rahmen der Gebäudetechnik ist MSR die Grundlage für eine Gebäudeautomation. MSR vernetzt alle Stellschrauben der Gebäudetechnik und ermöglicht eine zentrale Steuerung.

O

Ontologie
Ontologien werden genutzt, um Informationen aus einem speziellen Wissensgebiet zu beschreiben und automatisiert zu beantworten. Das Wissen wird hierdurch sichtbar gemacht und so zur Verfügung gestellt, dass sie von Menschen, aber auch von Systemen gelesen und verwendet werden können.

Open Source
Software, bei der ein frei verfügbarer Quellcode genutzt und auch geändert werden kann. Open Source Technologien werden in der Regel für eine bessere Zusammenarbeit bzw. für die gemeinsame Weiterentwicklung erstellt, damit man das volle Potenzial des IoT ausnutzen kann.

P

Predictive Analytics
Predictive Analytics ist eine fortgeschrittene Form der Datenanalyse, bei der statistische und mathematische Modelle und Data Science eingesetzt werden, um Modelle zu erstellen, die dem Anwender helfen, Vorfälle in der Zukunft auf der Grundlage vorhandener Daten vorherzusagen.

Predictive Maintanance
Predictive Maintenance (deutsch: vorausschauende Wartung) nutzt gesammelte Daten, um mögliche Störungen in der Gebäudetechnik vorauszusagen. Der Vorteil: Statt erst zu reagieren, wenn eine Störung eingetreten ist, können diese proaktiv durch Wartungsarbeiten verhindert werden.

Proptech
Der Begriff bezeichnet die digitale Transformation der Immobilienbranche oder innovativer Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs. PropTech-Unternehmen optimieren oder erfinden immobilienwirtschaftliche Produkte oder Dienstleistung auf Basis neuester Technologien, um Geschäftsmodelle effizienter zu machen. Der Begriff PropTech ist die Kurzform der englischen Wortkombination Property Technology und lässt sich in die deutsche Sprache mit Immobilientechnologie übersetzen.

R

Raumautomation
Teil des Gebäudeautomationssystems, das alle Aufgaben einer gewerkeübergreifenden Automation innerhalb eines Raumes umfasst.

Remote Services
Remote Services sind technische Dienstleistungen, die mit Hilfe von Telekommunikationsnetzwerken von entfernten Orten aus erbracht werden. Die wichtigsten Einsatzgebiete sind die Unterstützung der Instandhaltung und Optimierung der technischen Gebäudeausstattung per Fernwartung.

S

Semantisches Datenmodell
Ein semantisches Modell ist eine Methode, um Daten zu strukturieren, kontextbezogen darzustellen und zu verstehen.

Sensor
Der Sensor ist eine entscheidende Komponente in der IoT-Welt, denn er verfügt über die Fähigkeiten, Informationen zu sammeln und diese als Daten zu übersetzen und weiterzugeben. Sensoren und Aktoren verbinden physische Dinge mit der digitalen Welt

Smart Building
Als Smart Building (engl.: intelligentes Gebäude) werden Gebäude bezeichnet, die mit einer intelligenten Gebäudetechnik sowie Gebäudeautomation ausgestattet sind. Ein Gebäude wird smart, wenn die Verknüpfung der einzelnen Gebäudetechnik-Komponenten in einem Netzwerk ermöglicht wird, sowie die gewerkeübergreifende Kommunikation bzw. ein Austausch von Daten stattfindet. Damit unterscheidet sich ein Smart Building grundsätzlich von Gebäuden, die mit autark funktionierenden Gebäudetechnik-Geräten ausgestattet sind.

Smart City
Unter dem Sammelbegriff „Smart City“ werden technische und wirtschaftliche Entwicklungskonzepte in urbanen Räumen bezeichnet, die digitale Informations- und Kommunikationstechnologien (vor allem Sensoren) nutzen, um angesichts von Herausforderungen wie Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung, demographischen Wandels oder Verstädterung die Lebensqualität in Städten zu verbessern. Über die digitale Vernetzung von städtischen Infrastrukturen und Bewohnern zielen Smart City-Projekte etwa im Bereich Mobilität oder Verwaltung auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Inklusion.

Smart Factory
Smart Factory oder intelligente Fabrik ist ein Begriff aus der Forschung im Bereich der Fertigungstechnik. Er beschreibt die Vision einer Produktionsumgebung, in der sich Fertigungsanlagen und Logistik ohne menschliche Eingriffe weitgehend selbst organisieren, um die gewünschten Produkte herzustellen und steht im Mittelpunkt der Industrie 4.0.

Smart Grid
Das Smart Grid ist ein intelligentes Stromverteilungsnetz. Diese Netze werden mit Hilfe von IT-Lösungen verwaltet, um Produktion, Verteilung und Verbrauch in einem Gebäude zu kontrollieren und zu verbessern.

Smart Home
Der Begriff „Smart Home“ bezeichnet die Digitalisierung der eigenen vier Wände und bezieht sich ausschließlich auf die gebäudetechnische Ausstattung im privaten Wohnraum. Bei Wohnhäusern regelt die intelligente Gebäudeautomation klassische Funktionen wie Licht, Verschattung und Heizung, aber auch Komponenten wie Multimedia, Haushalt, Komfort und Sicherheitstechnik. Der Begriff „Smart Building“ bezieht sich auf Zweckgebäude oder Nicht-Wohngebäude wie Bürokomplexe, Flughäfen, Einkaufszentren, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen oder Industrieanlagen.

Smart Office
Die Bezeichnung Smart Office umfasst digital gesteuerte, technische Verfahren und Systeme innerhalb von Büroflächen. Dazu gehören Elemente wie digitale Whiteboards oder intelligente Sitz-Steh-Tische, aber auch die Automation von Gebäudemanagement- und Sicherheitssystemen.

SaaS (Software as a Service)
Software-Anwendungen, die man nutzen kann, ohne Lizenzen kaufen oder Hardware installieren zu müssen. Sie werden einfach bereitgestellt und können online jederzeit abgerufen werden.

T

TBM (Technical Building Management)
Das Gebäudemanagementsystem (TBM) ist ein Computersystem zur Steuerung und Überwachung aller technischen Anlagen, die im Allgemeinen in großen Gewerbe- oder Industriegebäuden installiert sind. Die erfassten Daten können dabei aus verschiedenen Quellen stammen: Heizung, Klimaanlage, Lüftung, Strom, Alarme usw.

TGA (Technische Gebäudeausstattung)
Der Begriff bezeichnet alle im Bauwerk eingebauten oder damit fest verbundene technische Einrichtungen sowie technische Einrichtungen in Außenanlagen, die der funktionsgerechten Nutzung von Gebäuden dienen. Neben der Infrastruktur von Heizungs-, Klima-, Lüftungs- oder Sanitäranlagen erfüllt die TGA aber auch besondere Anforderungen wie zum Beispiel Reinraumausrüstung und -technik.

TTS (Text-to-Speech)
Text-to-Speech ist eine Methode der Textverarbeitung, bei der schriftlicher Text in Sprache umgesetzt wird. Es handelt sich dabei um textgesteuerte Sprachsynthesesysteme, die aus einem Text eine synthetische Sprache erzeugen, die verständlich und natürlich klingen soll.

U

Umnutzung
Eine Umnutzung ist die Durchführung einer genehmigten Nutzungsänderung in einem Gebäude oder Raum. Damit einhergehend sind immer Umbaumaßnahmen, die die vorhandene Bausubstanz der neuen Nutzung entsprechend anpassen.